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4500 Euro vom Zahnarzt

Artikel, Gießener Anzeiger, 9. Oktober 2014

LOLLAR (sl). Es ist ein Beispiel, das Nachahmer finden sollte. Seit 2010 sammelt Zahnarzt Dr. Boris Jablonski in Lollar das alte Zahngold seiner Patienten, das diese nicht mitnehmen wollen. Sobald genug zusammengekommen ist, geht es an eine Firma, die der Zahnarztpraxis dann Geld für das Gold überweist.

Nachdem Dr Jablonski schon einige Male Spenden davon an soziale Einrichtungen gemacht hat, waren es jetzt wieder 4500 Euro, die er bekommen hatte und sofort weiter gab. Dabei teilte er in drei gleiche Teile und bedachte mit je 1500 Euro die Werkstatt Lollar (Welo), von der Werkstattleiter Günter Mahn gekommen war, zusammen mit Manuela Schmidt und Sükrü Budak. Weitere 1500 Euro gingen an das Hofgut Friedelhausen, die Bettina Brandt entgegen nahm. Zusammen mit ihr waren Florian Gronen, der Vorsitzende des Hofrates, und Stefanie Ritter gekommen.

 

Einen weiteren Scheck bekam die Samburuhilfe. Gerda Wied-Glandorf, die dabei als Koordinatorin für Patenschaften zuständig ist, erklärte, dass die Organisation sich als Hilfe zur Selbsthilfe verstehe, und seit 21 Jahren im Norden Kenias dabei hilft, Schulen und Krankenstationen, sowie die Wasserversorgung aufzubauen. Alle dankten Dr. Jablonski, wobei sie es absolut nicht selbstverständlich nannten, welche Mühe sich die Zahnarztpraxis macht, um den Erlös dann an karitative Einrichtungen zu spenden. Dr. Jablonski seinerseits freute sich, dass mit dem Altgold noch ein guter Zweck erfüllt  werden konnte.

 

Die Welo möchte mit dem Geld ihre Außensitzgelegenheiten erweitern, beim Hofgut soll die Spende Verwendung finden, wenn ein Klang- und Entspannungsraum entsteht, und bei der Samburuhilfe geht es in Projekte, die am dringendsten sind.

 

Boris Jablonski (Vierter von links) mit Vertretern der Begünstigten: 4500 Euro hat er verteilt. Foto: Scherer

 

Boris Jablonski (Vierter von links) mit Vertretern der Begünstigten: 4500 Euro hat er verteilt. Foto: Scherer